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"Um klar zu sehen, genügt ein Wechsel der Blickrichtung."
Antoine de Saint-Exupéry, Schriftsteller und Pilot
Ursache und Wirkung - Was ist Flugangst?
Aus psychologischer Sicht ist Flugangst eine phobische (ängstliche) Reaktion auf die spezifische Situation in einem Flugzeug.
Diese Situation weist eine wesentliche Besonderheit auf: Den Passagieren im Flugzeug ist über einige (wichtige) Lebensbereiche weitgehend oder vollständig die Kontrolle entzogen, weshalb sich manche Menschen Gedanken zu machen beginnen, die Angst erzeugen.
Dazu gehören die Angst vor dem Absturz, Missempfindung darüber, das Flugzeug während der Flugzeit von mehreren Stunden nicht verlassen zu können oder auch die Befürchtung, aufgrund der Enge und der Nähe zu fremden Menschen vielleicht die Selbstkontrolle zu verlieren und sich lächerlich zu machen.
“Den Flugphobiker” gibt es also nicht – daher bestehen mit einer maßgeschneiderten Therapie anstelle eines übergestülpten Standardprogramms besonders gute Chancen, Flugangst wirklich und dauerhaft aufzulösen.
Flugangst ist kein isoliertes Problem
Die Angst vor dem Fliegen ist eingebettet in eine individuelle Lebensgeschichte: wie Betroffene umzugehen gelernt haben mit Lebensrisiken (Gefahr, Verlust, Tod), mit Stress und belastenden Bedingungen, mit unbekannten oder überraschenden Situationen, mit den Reaktionen ihres vegetativen Nervensystems, mit der Bewertung durch andere Menschen usw.
Viele Menschen können ihre Schwierigkeiten im “normalen” Alltag meist gut kaschieren. Diese Kompensation gelingt beim Fliegen nicht mehr in gewohnter Weise, weil die maßgeblichen Merkmale der Situation (Enge, Zeitdauer, Kontrollverlust) sehr viel extremer sind und deutlich weniger Möglichkeiten bestehen, die Schwierigkeiten zu kaschieren. Es kommt zur Dekompensation, zum Beispiel zu einem Panikanfall.
